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 „Lieber Onkel Pongo“

 Die Palmöl-Industrie ist die treibende Kraft für den Verlust des natürlichen Lebensraumes  in Indonesien durch Trockenlegung der Moore und Brandrodung der Wälder. Wenige  tausend Orang-Utans - ihr wissenschaftlicher Name Pongo pygmaeus und Pongo abelii -  haben in den Wäldern Borneos und Sumatras überlebt. Die Orang-Utans bilden mit den  Gorillas, den Schimpansen, sowie den Menschen die Familie der Menschenaffen. Stunde  für Stunde werden in Indonesien 300 Fußballfälder an Urwald vernichtet. Die Nachfrage  nach dem grünen Gold boomt. Unser steigender Konsum von Palmöl für Lebensmittel,  Kosmetika, Reinigungsmittel, Dieselsprit, sowie zur Strom- und Wärmegewinnung rottet  unsere nächsten Verwandten aus.

 Was liegt von uns Verbrauchern in Deutschland also näher, als die Briefaktion "Lieber  Onkel Pongo" zur Rettung der indonesischen Urwälder zu starten. Und da sekündlich die  Heimat von Onkel Pongo vernichtet wird, existiert auch keine sichere Protestadresse,  daher die sinngemäße Nutzung von "c/o", was wortwörtlich heißt "care of/ in der Obhut  von":

 c/o Bundeskanzlerin Angela Merkel
 c/o Botschaft der Republik Indonesien, S.E. Eddy Pratomo
 c/o KfW Bankengruppe, Vorstandsvorsitzender Dr. Ulrich Schröder

 Bitte nutzen auch Sie das Greenpeace Urwaldpostamt und ergänzen Sie den hier  eingestellten Protestbrief (PDF) mit Ihrem persönlichen Appell an die Verantwortlichen,  oder auch mit ein paar ermutigenden Worten an Onkel Pongo. Bitten Sie die  Verantwortlichen aber unbedingt um Antwort:

Lieber Onkel Pongo,

leider hatte Dich im letzten Jahr niemand zur UN-Klimakonferenz nach Kopenhagen eingeladen, auch warten in Deutschland noch immer über 10.000 Menschen nach persönlicher Anfrage auf Antwort von Kanzlerin Merkel, was die Schaffung eines internationalen Urwaldfonds zur Finanzierung von Waldschutzmaßnahmen angeht. Nur der sofortige Schutz Deiner Heimat ist konsequenter Klimaschutz. Stattdessen aber unterstützt die Bundesregierung weiterhin die Zerstörung von Regenwäldern und "Onkel Pongo"-Gebieten in Indonesien. Maßgeblich dafür ist die gesetzlich verpflichtende Beimengungsquote von Agrosprit in Kraftstoffen, die in Teilen durch Palmöl aus Zerstörung von kohlenstoffreichen Torfwäldern erfüllt wird. Auch die Vergabe von staatlichen Krediten durch die DEG - Deutsche Investitions- und Entwicklungsgesellschaft, ein Tochterunternehmen der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) an die Firmengruppe Sinar Mas ist unverantwortlich.

Sinar Mas ist der größte Palmölproduzent in Indonesien. Der Konzern missachtet internationale Standards und indonesisches Recht und hat weitere Expansionspläne in unberührte Urwaldgebiete. Greenpeace fordert von der Regierung in Indonesien ein Moratorium auf die weitere Umwandlung von Torfwäldern in Ölpalmen- und Akazienplantagen. Die Zerstörung Deiner Heimat hat Indonesien zum drittgrößten CO2-Emittenten der Welt gemacht.

Die Verbraucher in Deutschland möchten keine Produkte und Firmen unterstützen, die auf Palmöl aus Urwaldzerstörung zurückgreifen. Nach Unilever und Kraft reagiert jetzt auch Nestlé als weltgrößter Lebensmittelkonzern und geht auf die Forderungen von Greenpeace ein. Immer mehr Lebensmittelproduzenten setzen damit ein deutliches Signal an die indonesische Palmölindustrie. Greenpeace sorgt dafür, dass weitere folgen. Die Kfw Bankengruppe dagegen trägt weiter zum Aussterben der Orang-Utans bei - Sinar Mas killt Deine Familie und das Klima.

 • Bitte nutzen Sie zusätzlich auch das Urwaldpostamt 24 des Greenpeace Urwaldpostamtes  und verwenden Sie die dort zur Verfügung gestellten Urwaldbriefmarken symbolisch –  ohne Frankaturwert - für Ihren Protestbrief.
 • Bitte schicken Sie das Antwortschreiben auf Ihren Protestbrief sofort nach Erhalt direkt  an das Greenpeace Urwaldpostamt (Kontakt).

 

 Protestbrief (PDF)

 Ökologischer  Fußabdruck -  Deutschland (PDF)

 Ratgeber Holz und Wald  (PDF)

 Agrosprit (PDF)

 Urwaldrepublik  Deutschland (PDF)

 Folgen illegalen  Holzhandels für  deutsche Holz- und  Forstindustrie (PDF)

 Nestlé - auf frischer Tat  ertappt(PDF)

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