Kontakt | Presse | Impressum | English

 Termine

 Über uns

 

 Urwaldpostamt auf:

     

     

 Briefaktion "Calling all Owls"

 Was der Amazonas für Brasilien ist, sind die Buchenwälder für Deutschland und Europa. In  dieser Folge sind jetzt fünf deutsche Buchen-Schutzgebiete von der UNESCO zum  Weltnaturerbe erklärt worden. Und trotz dieser Auszeichnung entzieht sich Deutschland noch  immer der internationalen Verantwortung die heimischen Buchenwälder im Verbund zu  schützen.

 Sie beheimaten zahlreiche Tier- und Pflanzenarten und sind wichtig für die Speicherung von  Kohlenstoff. Dies gilt besonders für geschützte, naturnahe und forstwirtschaftlich ungenutzte  Buchenwälder. Doch trotz der großen internationalen Verantwortung für die Buchenwälder ist  Deutschland Schlusslicht, was den Schutz der Buchenwälder anbelangt.
 Die Bundesregierung kündigte 2007 im Rahmen der „Nationalen Biodiversitätsstrategie“ an,  bis 2020 fünf Prozent der deutschen Waldfläche aus der forstlichen Nutzung zu nehmen. Dies  wurde im letzten Jahr erneut durch alle Fraktionen des Deutschen Bundestages bestätigt.  Aber gerade einmal ein Prozent der „Urwälder von Morgen“ sind derzeit realisiert. Für ein  Miteinander von Wildnis und ökologischer Forstwirtschaft in Deutschland bis 2020 hilft  Greenpeace jetzt mit dem Gutachten „Deutschlands Internationale Verantwortung –  Buchenwälder im Verbund schützen“ politisch und fachlich auf die Sprünge.

 

 Auf dieser Grundlage ruft das Greenpeace Urwaldpostamt im UN-Jahr der Wälder mit der  Briefaktion „Calling all Owls“ für Klima, Biodiversität und Regionalentwicklung die  Bundesregierung und die Landesregierungen gemeinsam zu mehr Entschlossenheit auf –  Deutschland darf im Wald- und Klimaschutz nicht weiter Federn lassen:

 - Zehn Prozent der deutschen Wälder müssen unter Schutz gestellt und bis 2020 zehn neue  Nationalparks innerhalb eines Buchenwald-Verbundsystems eingerichtet werden.

     Nationalparkvorschläge:
     für Baden-Württemberg: Schwarzwald
     für Bayern: Bayerische Alpen (Ammergebirge), Spessart, Steigerwald
     für Brandenburg: Stechlinsee-Gebiet
     für Hessen: Taunus (Rheingaugebirge)
     für Niedersachsen: Solling (gegebenenfalls länderübergreifend mit                                  Reinhardswald/Hessen)
     für Nordrhein-Westfalen: Teutoburger Wald/ Egge (Senne)
     für Rheinland-Pfalz: Pfälzer Wald
     für Thüringen: Thüringer Wald

 - Ein Einschlagstopp für alle Buchenwaldbestände die älter als 140 Jahre sind muss erfolgen.  Dies muss von Bund und Ländern beschlossen werden. Das Moratorium soll solange gelten,  bis es ein bundesweit abgestimmtes und umgesetztes Verbundkonzept für den  Buchenwaldschutz gibt.

 - Alle künftigen waldpolitischen Entscheidungen müssen auf der Basis von Ökologie und  Klimaschutz getroffen werden. Der Holz- und Biomassenanteil in Wäldern muss steigen.  Ökologische Waldnutzung und Wildtiermanagement sollen verbindlich für die öffentlichen  Wälder festgeschrieben und durch Dritte kontrolliert werden, etwa durch eine FSC- oder  Naturland-Zertifizierung.

 

Keine persönliche Übergabe an Bundeskanzlerin Merkel Ex-Bundesumweltminister Gabriel Bundestags-Fraktion Die Linke Bundestags-Fraktion Die Grünen Gespräch mit A. Jung (CDU) 2000 km zur UN-Klimakonferenz, am Kanzleramt
Keine persönliche Übergabe an Bundeskanzlerin Merkel1 Ex-Bundesumweltminister Gabriel2 Bundestags-Fraktion Die Linke3 Bundestags-Fraktion Die Grünen4 Gespräch mit A. Jung (CDU)5 2000 km zur UN-Klimakonferenz, am Kanzleramt6
Free Photo Slider by WOWSlider.com v1.7

 15000 Briefe ohne Antwort

 Bereits über 15.000 Briefanfragen zu Klima- und Urwaldschutz liegen noch immer  unbeantwortet im Kanzleramt. Auch bei der UN-Klimakonferenz in Kopenhagen hat Kanzlerin  Merkel für Klima- und Urwaldschutz gezögert und lässt bis heute mit notwendigen Zusagen  auf sich warten.

 Eilzustellung an Bundeskanzlerin Merkel

 Ein Jahr bevor Brasilien Gastgeber der UN-Nachhaltigkeitskonferenz „Rio+20“ sein wird,  riskiert jetzt die Regierung Brasiliens mit einer Änderung im Waldgesetz den Kampf gegen  Urwaldzerstörung und Klimawandel zu verlieren.

 Die aktuelle Briefaktion „Calling all Owls“ richtet sich jetzt verstärkt auch an Bundeskanzlerin  Merkel, sich persönlich an Brasiliens Staatspräsidentin Dilma Rousseff zu wenden und von ihr  das Veto zum anstehenden neuen Waldgesetz (Codigo Florestal) zu fordern. Brasilien hat sich  durch Entwaldung aktuell zum viertgrößten CO2-Emittenten entwickelt. Durch das  anstehende neue Waldgesetz ist die Entwaldungsrate im Amazonas in nur zwei Monaten um  800 Prozent angestiegen. Auch Brasilien darf im Wald- und Klimaschutz nicht weiter Federn  lassen:

 - Die internationalen Versprechen Brasiliens auf der Klimakonferenz in Kopenhagen müssen  eingehalten werden. Dazu muss die Entwaldung Brasiliens bis 2020 um 80 Prozent reduziert  werden. Brasiliens Regierung muss ein sofortiges Moratorium für neue Entwaldung im  Regenwald verhängen.

 - Präsidentin Dilma Rousseff darf den Änderungen des brasilianischen Waldgesetzes in der  jetzigen Form nicht zustimmen. Keine Zunahme der Entwaldung. Keine Amnestie für  Umweltstraftaten. Keine Kontrolle der Bundesstaaten über die Landnutzung – dies muss  zentral der brasilianischen Regierung unterliegen.

 ...weiter zur Briefaktion an die Bundesländer 

 

 

 

 

 Studie Rotbuchen-  wälder im Verbund  schützen (PDF)

 Zusammenfassung der  Studie (PDF)

 

 


Greenpeace Deutschland

Greenpeace Fördermitglied werden

Patenschaft für Greenpeace
Russland

Greenpeace ehrenamtlich unterstützen

Multivision Planet der Wälder

Greenpeace energy

Footprint

FSC